GÄSTEBUCH
Einträge aus dem Jahr 2009
 
   
am 26.12.2009 um 21.33 Uhr
schrieb Trabant IG Unterfranken:
 
Ich befasse mich nun schon fast mein halbes Leben mit der Grenze. Als Kind mit der Schule mal an der Grenze gewesen und ziemlich geschockt von den ganzen Grenzsicherungsanlagen...
Wir sind damals 89 rübergefahren an einem improvisierten Gernzübergang und wurden ziemlich schräg von den DDR Grenzern gefragt, was wir denn dort wollten... Alle Autos fuhren in den Westen und wir als einzige in den Osten.
Es ging Richtung Suhl und das werde ich nie vergessen. Es war wie in einem Museum und ich kam aus dem Staunen nicht heraus. 1997 erfüllte ich mir einen Traum und kaufte meinen ersten Trabant.
Mittlerweile steht auch noch ein Wartburg 353 in unserem Fuhrpark und zahllose andere Dinge. Diese Geschichte versuchen Wir zu erhalten und auch anfassbar zu gestalten. Unsere Interessengemeinschaft gibt es nunmehr seit 10 Jahren. Besuchen Sie doch mal unsere Seite
www.trabant-ig-unterfranken.de.vu

Mit freundlichen Grüßen aus Unterfranken

S.Müller
 

am 08.12.2009 um 11.16 Uhr
schrieb A.Muthig:
 
Hallo Herr Ritter,

ich bin 35 Jahre alt , kann mich auch noch genau erinnern, als wir Ende der achziger Jahre am Grenzzaun auf westlicher Seite vorbeigefahren sind. Ich war 14 und dachte mir immer warum sind die da drüben eingesperrt. Wieso gibt es sowas. Ich dachte das muß eine andere Welt sein. Ich habe Grenzer mit Wachhunden geshen.Ich habe noch genauestens in Erinnerung wo dieses Teufelsbollwerk langgegangen ist. Umso beeindruckender finde ich Ihre Seite mit diesen vielen interresanten Fotos. So etwas ist Geschichte und ich werde den 09.11.89 nie im Leben vergessen.
 

am 09.11.2009 um 22.11 Uhr
schrieb Ulrich J. Müller:
 
Lieber Herr Ritter,

in diesen historischen Tagen zeige ich meinen eigenen Kindern Ihre Grenzbilder und schaue mir gemeinsam mit ihnen an, wie frühere Orte der Teilung Deutschlands nun wieder zusammen gewachsen sind.
Das nun quer durch Deutschland verlaufende "Grüne Band" ist ein versöhnlicher Abschluss dieses Teils unserer Geschichte.
Auch Ihr gemeinsam mit Peter Joachim Lapp herausgegebenes Buch "Die Grenze" ist ein wichtiges Zeitgeschichtliches Dokument.
Ich kann es nur jedem empfehlen, der die Entstehung und den Ausbau dieser tragischen Grenze verstehen möchte.
Vergessen wir aber alle heute nicht, dass der Mauerbau am 13. August 1961 nicht ohne den 30. Januar 1933 möglich gewesen wäre.
Ohne Nazideutschland und den Terror dieses Regimes gegen unsere Jüdische Mitbürger, gegen Christen, Sozialdemoktraten, Kommunisten, Künstler, Musiker, Behinderte, Homosexuelle im eigenen Land und der Barbarei gegen die anderen Völker Europas wäre uns allen viel Leid erspart geblieben.
Dies sollten wir heute bedenken, wenn wir in den Medien wieder von Neo-Nazis und Fremdefeindlichkeit, Angriffen gegen Farbige oder andere Mitbürger hören und sehen.
Wir sollten daher alle miteinander darauf achten unsere demokratische Gesellschaft zu erhalten und sie gegen Extremismus jedweder Art zu schützen.
Besonders am 9.November, diesem historischen Tag der Erinnerung an die Überwindung der Berliner Mauer und der Innerdeutschen Grenze durch die vielen mutigen und besonnenen Bürger der DDR vor nun 20 Jahren möchte ich Ihnen sehr herzlich danken, dass Sie über viele Jahre dieses irrsinnige Bauwerk für uns alle dokumentiert haben.
Dadurch haben Sie einen sehr wertvollen Beitrag gegen das Vergessen und Verdrängen geleistet.
Ulrich J. Müller
Landshut
 

am 07.11.2009 um 18.59 Uhr
schrieb Maria Dawe:
 
Sehr geehrter Herr Ritter,

heute Morgen las ich in der Lüneburger Landeszeitung von Ihrem Projekt "Die Grenze" und bin sehr begeistert von den Fotos!

Was für eine gewaltige Arbeit - es ist absolut bewundernswert! Danke.

M.Dawe
 

am 06.11.2009 um 15.30 Uhr
schrieb Armin Freimark:
 
Sehr gute seite!! gibt es die auch in englisch? Ich habe viele freunde,die das auch eimal sehen sollten!!
 

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am 31.10.2009 um 21.41 Uhr
schrieb Ralf Conrad:
 
P:S:

Das Bild von der B4 Bild 1912 ist nicht in Rotheshütte sondern in Rothesütte,

Aber wie bereits gesagt alle Bilder sind KLASSE.
 

am 31.10.2009 um 21.35 Uhr
schrieb Ralf Conrad:
 
Ein einzigartiges Werk der Fotographie-große Klasse mit viel Weitblick erstellt.

Ich selbst war 1966/67 an der B4 am Jägerfleck als Soldat.

Leider

Aber Ihre Bilder sind einfach Klasse und ein Mahnmal zugleich-

MFG R.Conrad
 

am 27.10.2009 um 07.58 Uhr
schrieb markus:
 
oh wie schrecklich war die DDR.

seit 20 jahren ist die mauer weg !!!ich war vor zwei jahren in berlin,hab sogar den stasi-knast von erich mielke gesehen !!!!
 

am 25.10.2009 um 21.33 Uhr
schrieb Christian:
 
Guten Abend.





Ich bin grad durch zufall auf Ihre Seite gestossen und ich finde die Bilder und so sehr sehr informativ. Ich war 89 10 Jahre alt und habe nur so wage alles mitbekommen aber ich finde die Wende und Vorwende vom geschichtlichen sehr interessant. Ich werde wahrscheinlich noch öfters diese Homepage durchforsten.







Mit freundlichen Grüßen



Christian
 

am 22.10.2009 um 23.58 Uhr
schrieb Robert Klein:
 
Sehr geehrter Herr Ritter, vielen Dank für Ihre bewunderswerte Arbeit zur Bewahrung der Erinnerung an die Jahre der deutschen Teilung.

Gerade heute, wo in meinem ehemaligen Heimatland Brandenburg eine rot-rote Koalition ins Haus steht...brrrr....kann man die Leute nicht genug auf die nahe Vergangenheit stossen. Ich bin übrigens auch 1990 in die SPD eingetreten...hauptsächlich wegen Helmut Schmidt...und überlege nun, auf Grund der Verhandlungen von Herrn Platzeck diese wieder zu verlassen..nach fast 20 Jahren.

Worüber ich mich besonders gefreut habe..als ich vor Jahren ihr Buch Die Grenze gekauft habe...war die Tatsache, dass es doch Westdeutsche gab...die die Mauer nicht in ihren täglichen Alltag integriert hatten und sich nicht so selbstverständlich damit abgefunden haben. Vielen Dank noch einmal...

Ganz herzliche Grüsse aus Detmold

Robert Klein
 

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am 14.10.2009 um 21.50 Uhr
schrieb R.G.Lindau:
 
Sehr geehrter Herr Ritter,

zu der Frage einiger Gästebuch-Schreiber wollte ich nur noch folgendes anmerken.

Das Fotographieren der Grenzanlagen war dem normalen DDR-Bürger gar nicht möglich, da man nur auf 5 km sich nähern konnte ohne verhaftet zu werden.(Sperrzone)

Ausnahme war vielleicht die Fahrt mit der Harzer-Schmalspur-Bahn zwischen den Bhf Elend und Sorge, wo man dann kurzzeitig auf ca. 30-40 Meter am "ersten" Zaun vorbeifuhr.

Das Fotographieren war offiziell verboten. Wer dabei ertappt wurde, den konnte es passieren, dass der Fotoapperat beschlagnahmt wurde. u.s.w.

Also so einfach wie von der Westseite war es für uns nicht.

P.S. Man wollte diese Schei... garn nicht sehen und ständig erinnert werden!



MFG R.G.Lindau Nordhausen
 

am 13.10.2009 um 13.10 Uhr
schrieb Dr. Hans Blankenburg:
 
Sehr geehrter Herr Ritter,

Ihre Website \"Grenzbilder\" ist ganz hervorragend. Die alten Grenzanlagen wurden m. E. viel zu schnell demontiert, wohl um keine DDR-Befindlichkeiten zu stören. Ich lebe seit 40 Jahren 1/4 Std. von Gudow entfernt und habe so manche Erfahrung mit der \"Friedensgrenze\" gemacht. Auch dort war alles über Nacht verschwunden. M. E. hätte man unseren Landsleuten mehr Gelegenheit geben sollen, das wahre Ausmaß ihrer Gefängnismauern kennen zu lernen. Sie hatten ja keine Ahnung, denn auch das West-TV hat das Thema mit Rücksicht auf Befindlichkeiten unzureichend beleuchtet. So sind viele auch in die Falle getappt; und heute war es in der Erinnerung \"doch so schön\".

Man muß Ihnen sehr dankbar sein für das Projekt.

MfG
 

am 13.10.2009 um 13.03 Uhr
schrieb Stefan Rieche:
 
Guten Tag Herr Ritter,

ich habe eben in Spiegel-Online den Bericht über Ihre Grenzfotos gelesen und die Bilder gesehen.

Hat mich sehr bewegt, habe ich die Grenze damals doch ebenfalls besucht und mit einer Mischung aus Abscheu und einer eigentümlichen Spannung betrachtet...

Ein ganz komisches Gefühl, wenn man auf dem sicheren Westen steht und dieses \"Ding\" da gesehen hat; rückblickend fast ein wenig wie \"Diktatur-Voyeurismus\"...

Ich (aus Hannover) habe damals auch ein paar Fotos gemacht, aber nicht sonderlich systematisch.



Ich glaube, heute gibt es sowas nur noch in Nordkorea oder (abgemildert) auf Cuba zu erleben.

Glücklicherweise nur noch da...

Viele Grüße, Stephan Rieche
 

am 13.10.2009 um 12.14 Uhr
schrieb Thomas Berscheid:
 
Hallo Herr Ritter,



Uelzen liegt nur 16 km Luftlinie von der früheren deutsch-deutschen Grenze entfernt?!? Wir sind damals aus unserer Ferienwohnung nördlich von Faßberg noch fast eine Stunde bis zur Grenze gefahren (1977)...



Ein sehr gutes Projekt, dass Sie da machen! Das gilt nicht nur für die Menschen in Deutschland, die zum Vergessen neigen. Ich selbst war zweimal in den 1970er / 1980er Jahren an der Grenze, einmal eben im Wendtland und ein weiteres Mal mit einer Führung desw BGS bei Hof. Und dort sind wir alle von den Grenzschützern der DDR fotografiert worden. Wenn das schon bei uns so der Fall war, kann ich mir zaghaft vorstellen, wie Sie an der Grenze von der anderen Seite verfolgt worden sind.



Und es ist eben nicht nur eine wichtige Sache für Deutschland. Ich betreibe eine Nachrichtenseite über Georgien. Zwei Provinzen sind nun russisch besetzt. Russland baut dort zwei Grenzen auf, wie es in Deutschland geschehen ist. Und der Berichterstattung in Georgien fallen immer wieder Vergleiche mit der Berliner Mauer.



Deshalb ist Ihr Projekt so wichtig.



Mit besten Grüßen



Thomas Berscheid
 

am 13.10.2009 um 02.05 Uhr
schrieb Frank Wenzel:
 
Hallo Herr Ritter,



Ihnen sei herzlichst gedankt für Ihr Projekt, diese ganze irrsinnige Grenze zu dokumentieren und dem Jetzt gegenüberzustellen - gegen das Vergessen!



Mal sehen, wie schnell ich hier - inzwischen in Frankreich lebend - den Bildband bekomme, vielleicht kann mein Sohn Yann Tristan (fast 8 Jahre) dann das Buch noch fuer seinen kleinen Vortrag in der Grundschule über unseren kuerzlichen Berlin-Besuch verwenden und seiner Klasse zeigen.



Viele Grüsse

Frank Wenzel



P.S. Es ist schoen, dass selbst in Mexiko dieses Thema die Menschen bewegt, wie mein "Vorschreiber" berichtet - und welch ein Zufall, dass ich hier, nur um ein paar Minuten versetzt, ueber ein aehnliches Vorhaben berichten kann. Viele Gruesse daher auch nach Mexiko!
 

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am 13.10.2009 um 01.10 Uhr
schrieb Dr. Ing. Dietmar Berger:
 
Hallo Herr Ritter



Dies kommt aus Mexiko.......



Auf Ihre enorme Tätigkeit wurde ich durch den Spiegel Artikel aufmerksam. Dann habe ich ganz genau Ihre eigene Web Seite angesehen. Wahnsinnig toll, all diese schönen Fotos, wo ja die Hälfte sehr zum nachdenken anregt. Ein tolles Werk, etwas wovon die Menschheit auf der ganzen Welt etwas erfahren sollte.



Dies schreib ich Ihnen, da mein Sohn, Octavio, (Mexikaner), in seinem Oberschulabschluss hier in Mexiko in der "Lake Forest School" als Abschlussarbeit 'La frontera entre las dos Alemanias' gewählt hat. Octavio und ich haben Nächte lang daran gearbeitet.

Es war der Tag des Vortrages seiner Ausarbeitung:

Alle Eltern waren da, verschiedene Beiträge kamen, wenig beeindruckendes. Als Letzter war Octavio dran. Er brauchte auf der Bühne ca. 10 seiner Klassenkollegen die nur die riesengrossen Papierseiten hochhielten, mit Karten, Fotos, Skizzen, Zitaten, etc.

Es war eine richtige Show da oben. Ich kannte ja sehr gut das ganze Konzept, daher hab ich nur die Eltern und die Professoren beobachtet.

Die alle sassen da, völlig gefesselt, sehr interessiert, dies an all der Information die man ja hier in Mexiko wohl kaum vorfindet.

Als Octavio fertig war, grapschte er in seine Hosentasche und zog ein Stück 'Mauer' raus, da sagte er: Y aqui esta un perazo del muro de Berlin, con Grafiti!



Octavio schnitt als Bester vom Jahrgang ab. Heute ist er dabei sein Informatikstudium (Dipl. Ingenieur) abzuschliessen, dies in der Uni Tecnológico de Monterrey.



Es ist vollkommen richtig, die GANZE Welt soll davon hören wie unmenschlich diese Grenze war und Gott sei Dank der Vergangenheit angehört, die man jedoch nie verschweigen sollte.



Wir hier in Mexiko würden uns über eine Antwort von Ihrer Seite sehr freuen......



Herzliche Grüsse,

Patricia, Paty, Octavio und Dietmar
 

am 13.10.2009 um 00.13 Uhr
schrieb Kai Schirmer:
 
Lieber Herr Ritter,

mit Ihrer Dokumentation der innerdeutschen Grenze haben Sie eine großartige Arbeit geleistet - vielen Dank für diese Mühe und Ihre Beharrlichkeit. Eigentlich bin ich wegen dieser Fotos auf Ihre Website gekommen. Bin aber auch begeistert von Ihren anderen Aufnahmen. Viele Grüße aus Berlin, Kai Schirmer
 

am 12.10.2009 um 23.55 Uhr
schrieb Philipp Wetzel:
 
Sehr geehrter Herr Ritter,



Vielen Dank für diese großartige Arbeit über "die Grenze" und für Ihre Beharrlichkeit, Ihre Arbeit fortzusetzen zu Zeiten als Deutschland einig Vaterland nicht mehr die größte Priorität hatte.



Die Fotos der Grenze zeigen schon den ganzen Wahnsinn, aber durch die Bilder der heutligen Normalität wird der Wahnsinn ganz besonders deutlich. Eine besonders schöne "Grenzauflösung" finde ich den Fussballplatz bei Asbach.



Mit freundlichen Grüße



Wetzel
 

am 12.10.2009 um 21.49 Uhr
schrieb M. Pfeiffer:
 
Hallo Herr Ritter,

Ihre Fotos belegen sehr eindrucksvoll die deutsche Geschichte zwischen 1961 und heute (auch wenn sie erst später entstanden sind). Die Mauer hat 38 Jahre exisziert, und der Bericht im Spiegel über Ihre Fototouren zeigen ganz deutlich die Mauer in den Köpfen der Behörden. Meine Familie und ich haben die Mauer in Berlin-Buckow 100 m entfernt vor uns gehabt. Nach dem 9. November 1989 war es eines Tages dunkel im Obergeschoss unseres Hauses, weil die Festbeleuchtung nicht mehr angestellt wurde und die Hunde, die wir nie sahen, bellten auch nicht mehr! Und jetzt ist das schon wieder 20 Jahre her! Schreiben Sie ein Buch mit vielen Fotos über Ihre Wanderungen, sonst wird das alles zu schnell vergessen.
 

am 12.10.2009 um 21.13 Uhr
schrieb Anne:
 
Die Grenzbilder, insbesondere die Gegenüberstellungen (ich bin über den aktuellen Spiegelartikel darauf aufmerksam geworden) sind das beste Zeugnis deutsch-deutscher Geschichte, das ich bisher gesehen habe. Für die alle Generationen. Da sieht man mal wieder: Bilder sagen mehr als Worte - ich wünsche mir einen Bildband mit den Gegenüberstellungen zum Blättern, lernen und staunen.
 

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am 12.10.2009 um 19.52 Uhr
schrieb Uwe Köppe:
 
Hallo Herr Ritter,

was Andreas Taute hier schreibt (s. unten ) ist m.E. Unsinn. Ich war als Wehrpflichtiger auch Grenzer. Und weder war ich davor, noch dabei, noch danach blutrünstig. Am liebsten hatten wir im Abschnitt unsere Ruhe. Und wenn da "feindwärts" einer mit einer Kamera auftauchte, dann wurde das zum Zugführer gemeldet und der Mann weiter beobachtet. Da Sie offenbar nicht über den Zaun hüpften, um die Perspektive zum Fotografieren zu wechseln, waren sie definitiv auch nie in Lebensgefahr. Außerdem war natürlich eines klar, dass die DDR diesbezüglich keinen Stress wollte. Jemanden aus dem Westen drohte weitaus weniger Gefahr, als einem "Ossi" auf Wanderschaft. Man muss einfach "Butter bei die Fische" lassen, Herr Taute.

Auch MPi-Salven rauschten nicht durch jede Nacht. In meinem Abschnitt (Selmsdorf bis hoch zum Priwall) knallte es meist nur, wenn die Stasi mit MPi im Abschnitt wieder mal Wild schoß. Auf so eine kranke Idee muss man natürlich erst einmal kommen. Und Schüsse zur Verhinderung eines Grenzdurchbruches fielen in diesem Abschnitt (Herbst 78 bis Herbst 79 war ich da und über das Zuvor hörte ich natürlich einiges) nur ein einziges Mal - und der Unteroffizier der sie abgab schoss 180 Schuss daneben (auf 200 Meter am hellen Tag).

Mein größter Fehler war es damals, dass ich nicht selbst abhaute. Die DDR bot einem Menschen einfach keine wirklichen Entwicklungsperspektiven. Alles eng, kleinkariert, dumm. Kein Kommunismus, wo "die freie Entwicklung eines Jeden die Bedingung für die Entwicklung aller" ist, sondern Stalinismus.

Uwe



Andreas Taute

verfasst am 03.12.2006 um 19:44:51 Uhr:

Sehr geehrter Herr Ritter,

bei direkten Recherchen zum Thema Grenze bin ich auf Ihrer Site "hängengeblieben". Habe in den siebziger Jahren an dieser Grenze meinen Grundwehrdienst ableisten müssen. An der GüSt (Eisenbahn) Gutenfürst im bayr. Vogtland. Schade, genau dazu fehlen bei ihnen entsprechende Fotodokumente.

Dennoch bin ich tief berührt von dieser Doku. Viele Erinnerungen kommen dabei wieder. Manche Besucher dieser Präsentation werden oder können es nicht wissen unter welcher Lebensgefahr einige der Bilder aufgenommen wurden. Ich weiß es genau. Darum auch meine grösste Hochachtung.

e-Post habe ich nicht hinterlegt. Werde mich seperat mit Ihnen in Verbindung setzen.

Weiterhin viel Erfolg und eine grosse Zahl Besucher.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas Taute

Hoyerswerda / Sachsen
 

am 12.10.2009 um 18.46 Uhr
schrieb Achim Bodewig:
 
Noch eine technische Sache: Könnte man die E-Mail-Adressen der Gäste unsichtbar machen? Sonst werden die nämlich bald mit Spam überhäuft. Auf alle Fälle bitte meine E-Mail-Adresse rausnehmen. Danke.
 

am 12.10.2009 um 18.41 Uhr
schrieb Achim Bodewig:
 
Sehr beeindruckend! Sehr toll!



Und vermutlich unglaublich viel Arbeit, die hinter dem Projekt steckt. Ich mach so etwas ähnliches seit etwa zehn Jahren mit Fotos aus Berlin und weiß, wie viel Mühe es macht, alte Fotos genau am richtigen Ort mit der richtigen Perspektive nachzufotografieren.



Im vergangengen Jahr war ich mit dem Fahrrad an der Elbe und dort auch an der ehemaligen Grenze unterwegs. Man hat heute gar keine Ahnung mehr, WIE schlimm diese Grenze war. Ihre Bilder holen dieses Vergessen zurück. Toll!
 

am 08.10.2009 um 13.13 Uhr
schrieb Lindau:
 
Damals-heute-set: 8611/8612

Sehr geehrter Herr Jürgen Ritter,ich möchte diese Fotos nicht erwerben. Finde diese aber sehr interessant,da ich auf dem fotographierten Streckenabschnitt bis runter nach Nordhausen Streckenwärter bei der deutschen Reichsbahn war.(1989 bis 1995) Mein Vorgänger durfte/mußte bis zum Vorsignal vom Bf Ellrich, um die Gasbeleuchtung zu warten. Dieses befand sich schon weit auf BRD Gebiet.

Dafür bekam dieser 6 DM pro Monat und die Grenzer sagten beim Durchgang durchs Tor immer \"Auf wiedersehen!\" Die eigendliche Grenze war der km 142,22 Das Foto von 1982 könnte die Stelle sein. Für mich hieß es an dieser Stelle immer Umkehr und zurück in die DDR. Diese Zeilen nur am Rande der Zeit. Ansonsten gilt immer: Das Betreten der Gleise ist nicht gestattet! :) MFG R.G.Lindau
 

am 23.09.2009 um 23.33 Uhr
schrieb Ulrich Müller :
 
Hallo Herr Ritter,



ich bin sehr beeindruckt von Ihren Bildern und Ihrer Arbeit gegen das Vergessen dieses traurigen Kapitels Deutscher Geschichte.



Ich selbst war als Jugendlicher und junger Erwachsener Anfang bis Mitte der 80er Jahre öfter an der Deutsch-Deutschen Grenze u.a. mit Jugendgruppen im Deutsch-Französischen Schüleraustausch und ich habe diese Besuche noch immer als sehr beklemmend in Erinnerung.



Auch war ich 1985 mit meinem Oberstufenkurs in der DDR zu Besuch, um mir das Land möglichst unvoreingenommen anzusehen und -wo immer möglich- mit Menschen zu reden und Erfahrungen auszutauschen.



Aber schon der Grenzübertritt damals bei der Einreise zeigte mir deutlich auf, dass dieser Staat "DDR" den größten Teil seiner Bürger gegen deren Willen festhielt und sie täglich gängelte, bespitzelte, sie nach ungerechten Schauprozessen in die berüchtigten Gefängnisse in Bautzen, Halle und anderswo verfrachtete.



Es ist ein großes Glück in der Geschichte, dass soviele mutige Menschen im Osten (1953 Ungarn, ab 1980 die Solidarnoscz in Polen und die Deutschen 1989) dem Spuk ein Ende bereiteten.



Wir müssen heute nach vorne blicken aber wir dürfen das alles nicht vergessen, auch vor dem Hintergrund, dass es heute wieder Bestrebungen gibt, den Staat "DDR" schön zu reden.



Allerdings muss man auch klar zu sagen, dass der Ostblock, die "DDR", die Mauer ab 1961 , die Trennung von Familien, Dorfgemeinschaften, die systematische Zerstörung von Lebensentwürfen ihren Anfang in der Machtergreifung Hitlers und seiner Braunen Horden 1933 nahm.



Ohne das Wissen um unsere Vergangenheit können wir die Zukunft Deutschlands nicht richtig gestalten.



Ihre Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten hilft uns allen sehr dabei.



Alles Gute und Gottes Segen für Sie!



Ulrich Müller

früher Battenberg (Eder) / Hessen

heute Landshut (ISar) / Bayern
 

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am 23.09.2009 um 10.45 Uhr
schrieb Rainer Schütt:
 
23.09.2009



Hallo Leute

Die gezeigten Bilder sind einfach phänomenal, genau das, was ich seit langem zu diesem Thema gesucht habe!

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Schütt
 

am 17.08.2009 um 16.27 Uhr
schrieb sandra zschieschack:
 
mein vater war von 1974-1982 an der grenze und ich bin in großburschla 9 jahre aufgewachsen ich finde die fotos sehr intersessant,so trist hatte ich es nicht in erinnerung...ich schaue sie mir immer wieder mal an
 

am 12.08.2009 um 15.34 Uhr
schrieb Hans-Jürgrn:
 
Hallo Herr Ritter ,

als aufmerksamer Leser und Besucher Ihrer Internetseite möchte ich folgendes beitragen:

ich war seit 1979 ( und bis August 89 ) jedes Jahr 2x in Halle bei meiner Cousine auf Besuch .

Da mich die Grenztruppen im August 89 an der GÜST Hirchberg über 6 Std festhielten ( den Grund weis ich bis heute nicht ) sagte ich mir damals " niewieder in den Osten ". Ich habe aber meine Meinung umgehend nach der Wende geändert.

Jedes Jahr wieder in die neuen Bundesländer. Nächstes Jahr eine Fahrt entlang der Saale mit dem Fahrrad !!!

Ich hoffe, daß man weiterhin so gute Bilder und Berichte in Ihrem Forum Lesen/sehen kann.

MfG
 

am 09.08.2009 um 10.26 Uhr
schrieb Heiko:
 
Finde ich klasse das es so eine Seite gibt über

die Geschichte der Grenze zwischen Ost und West.

Gerade die Bilder wie die Grenze vor der Wende und

heute ausschaut finde ich klasse. Vorallem für mich

der eigentlich die Zeit kaum mitbekommen hat, eine

sehr informative Seite! Weiter so!



Viele Grüsse

aus Stuttgart



Heiko
 

am 22.07.2009 um 15.44 Uhr
schrieb awieg:
 
Dear sir or madam,



Sorry, meine Deutsch is not so good, I hope English is not a problem.



I am the owner of a Grenzboot, type GSB - 075.5 number G729 buildnumber 529 build in 1980. I am currently restoring the ship and I am looking for information of where it was stationed. Also I am planning to visit Germany to find some of the VEB schiffswerf Rechlin archives. especially the technical archives and building plans. Would anybody be kind enough to help were I can find these archives?



About my Grenzboot: I bought it from a local importer. I got new(!) ZMZ V8 engines which I am replacing now. The ship will be painted, and I am planning to have it ready in about 3 months.
 

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am 05.06.2009 um 16.58 Uhr
schrieb Zdenek (Czech republic):
 
Guten Tag!



Ich binn ehemalig Offizier Grenztruppen CSSR (1985-1989), Dienststelle Trojmezi - Dreiländereck (Gottmannsgrün,2 Kilometer westlich von Stadt Hranice/Rossbach).



Dobry den!

Jsem byvaly dustojnik Pohranicni straze CSSR (v letech 1985-1989), pohranicni rota Trojmezi (situovana asi 2 km od mesta Hranice u Ase).



Euere webseiten sind einfach wunderbar und super :-) Sie sind gute Beitrag zum verständnis neuzeitlicher Geschichte.



Vase webove stranky jsou proste vyborne a skvele :-) Jsou dobrym prispevkem k pochopeni novodobych dejin.



Mit freundlische Grüsse/S pratelskym pozdravem: Zdenek aus die Tschechische Republik.



WEB: pohranicnik.bloguje.cz



:-)
 

am 19.04.2009 um 12.32 Uhr
schrieb Knackert, Sascha:
 
hallo und grüsse aus velbert.

ich konnte mal wieder die finger nicht von ihrer homepage lassen...

eine institution die tag für tag wertvoller und wichtiger wird!

viel glück bei der weiteren gestaltung und alles gute nach barum

sascha knackert
 

am 13.04.2009 um 14.13 Uhr
schrieb Christopher Merx:
 
Hallo...

ein großes lob an ihre seite...ich finde das wunderbar wie sie die erinnerungen an die damalige zeit mit ihren bildern erhalten...weiter so...ich komme aus Harra und somit direkt im ex grenzgebiet...blankenstein ist ja nur 1 km von mir entfernt...von den grenzanlagen sieht man jetzt gar nichts mehr...umso besser finde ich das sie mit ihren fotos dazu beitragen die erinnerung daran am leben zu halten...weiter so

Grüße aus Thüringen

mfg
 

am 12.03.2009 um 12.53 Uhr
schrieb Nebelung, M.:
 
Hallo Hr. Ritter...schön, daß Sie die Grenzanlagen dokumentieren und die Bilder veröffentlichen. Es muß weiterhin erinnert werden, das wir DDRler im Großknast saßen. Ich wohnte 35 km von Bayern entfernt und konnte bis 1990 nicht das schöne Bayern durchwandern und z.B. die Saalequelle besuchen, zu Hause damals in Saalfeld an der sächs. Saale. Damit ich mal einen Teil der anderen Welt sehen konnte, hatte ich den Berufsweg des Seemanns genommen. Welch Hürden wurden einem früher in den Weg gelegt, bis man endlich das Seefahrtbuch in den Händen hielt und vielleicht ein Schiff besteigen konnte, das linksrum (Nordsee) fuhr. Die "Generation Handy" muß diese Geschichte erfahren! Der Ostalgie darf keine Wichtigkeit eingeräumt werden, auch wenn nicht alles in der DDR schlecht war (Kinderver-sorgung, Arbeitsplatzgarantie)...aber es war nur einige positive Mosaiksteine im Meer der schwarzen Steine. Somit wünsche ich Ihnen weiterhin gute Ideen zu diesem Thema...viele Grüße aus dem Thüringischen...M.Nebelung
 

am 18.02.2009 um 19.41 Uhr
schrieb Manfred Kriegel:
 
Werter Herr Ritter Ritter, hiermit möchte ich mich recht herzlich für Ihre Unterstützung bei der Gestaltung meiner Website: roter-ochse-zelle48.com bedanken. Von Ihrer Arbeit bin ich beeindruckt, weil Sie meiner Meinung nach, die Realität des DDR-Regimes wiederspiegeln. Für Ihre Arbeit weiterhin viel Erfolg! Mit freundlichen Grüßen, Manfred Kriegel
 

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am 24.01.2009 um 13.13 Uhr
schrieb fricke:
 
ich war zum zigsten mal,auf ihrer Seite,und finde sie immer wieder beeindruckend.Vorallem sollten die hinschauen" es war doch nicht alles schlecht" mit freundlichen Grüssen, Torsten F.
 

am 09.01.2009 um 23.11 Uhr
schrieb Timo C. Pfäffle:
 
Sehr geehrter Herr Ritter,

würden Sie in England leben, würde man Sie zum "Ritter" schlagen. Ich ziehe meinen Hut vor Ihrer dokumentarischen Leistung. Gleichzeitig finde ich es beschähmend, wie Politiker in Westdeutschland Ihre Dokumentationen nicht fördern konnten oder wollten. Mit 17 Jahren kam ich 1985 von Eisenach in die Schweiz und versuche seither meine Vergangenheit und die unserer Familie aufzuarbeiten. Am 30.12.08. stand ich in Böckwitz und Kaiserwinkel. An historischen Stätten... Aber nicht nur einfach so, nein, ich wollte Ihnen nahe sein... weil Sie so fantastische Aufnahmen für uns von dort gemacht haben.

Keinen Menschen auf dieser Welt würde ich so gerne kennenlernen wie Sie.

Der Job als Bundeskanzler wäre eine Beleidigung für Sie!



Mit absolut grösster Hochachtung



Timo C. Pfäffle

Suisse
 

am 04.01.2009 um 19.53 Uhr
schrieb Torsten Günther:
 
Hallo Hr.Ritter,

Ihre Bilderdokumentation zum Grenzverlauf und Fluchtversuche sind 1a,denn vieles hat man in der DDR garnicht mitbekommen(vertuscht).Deshalb ist es gutso das Sie all dieses mit Fotos festgehalten haben für die Nachwelt und das es Bücher darüber gibt.In der Schule wurde allles schön geredet.(in d.DDR)

Viel Erfolg in Ihrem weiteren Leben.
 

am 04.01.2009 um 17.00 Uhr
schrieb S. Engel:
 
Welch Schatz!!! Bitte führen Sie die Früher-Heute-Reihe unbedingt weiter! Ich selbst pendle ständig zwischen Ost und West und bin auf der Suche nach den Relikten der Grenze. Viele Orte auf Ihren Bildern sind mir mittlerweile wohlbekannt. Ohne sie ist heute kaum noch nachvollziehbar, wie es vor der Wende ausgesehen hat. Danke!
 

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